Kuba
Fauna und Flora
Die Karibikinsel zählt über 8'000 verschiedene Pflanzenarten und ist daher ein wahres Naturparadies. Knapp unter 20% des Landes sind mit Mahagoni- und Pinienwäldern bedeckt. Die Königspalme schmückt das Landeswappen und wird als offizielle Nationalpflanze Kubas geehrt. Zu den zahlreichen Pflanzenarten gehören auch besonders seltene und teilweise vom Aussterben bedrohte Arten wie der Feigenbaum mit Luftwurzeln, die prähistorische Korkpalme, der heilige Baumwollbaum und die Schmetterlingsjasmin.
Floristisch gesehen lässt sich die Insel in zwei Teile halbieren. Die Nordküste wird durch die schönen Strandbuchten charakterisiert, während sich an der Südküste insbesondere tropischer Sumpf entwickelt hat. Die Vielseitigkeit der Pflanzenwelt und die dadurch entstandene Expansion spiegeln sich in der Fauna Kubas wider.
Die 342 Vogelarten prägen die Tierwelt der Insel. Der Kuba-Trogon ist der Nationalvogel. In einigen Reservaten und Zuchtstationen auf der Halbinsel Zapata gibt es noch Krokodile. Und mehr als 700 Fischarten und unzählige Meerestiere leben in kubanischen Gewässern.
1492 wurde Kuba von Christoph Kolumbus entdeckt und daraufhin zu einer spanischen Kolonie. In der darauffolgenden Zeit kam es zu einer fast kompletten Ausrottung der Urbevölkerung der Insel. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts änderte sich nicht viel an dieser Situation.
Im Jahre 1868 begann jedoch der Kampf der kubanischen Bevölkerung gegen die Unterdrückung durch die Kolonialmacht. Nach zwei erfolglosen Unabhängigkeitskriegen griffen die USA ein. Nicht etwa, weil sie die Freiheit von Kuba wollten, sondern weil sie den Platz von Spanien einnehmen wollten. Im Jahr 1902 wurde die Republik Kuba unter der Kontrolle der USA ausgerufen.
50 Jahre später errichtete der faschistische General Batista eine Militärdiktatur und begann, mithilfe der USA das Volk durch gezielte Überwachung und Terror einzuschüchtern.
Um sich von der Diktatur Batistas und der USA zu befreien, kämpften die Guerrillatruppen, geführt unter anderen von Fidel Castro, Che Guevara und Camilo Cienfuegos, um die Unabhängigkeit der Insel.
1959 führten die Guerillatruppen den Angriff auf den Regierungspalast Batistas. Zu diesem Zeitpunkt konnte Batista nicht mehr auf die Unterstützung der USA zählen. Daraufhin verlies er das Land, und die Guerilla begann nun, mit der Unterstützung des Volkes die revolutionäre Volksregierung aufzubauen.
Kuba – Perle der Karibik
Als Christoph Kolumbus am 28. Oktober 1492 erstmals kubanischen Boden betrat, soll er gesagt haben: «Das ist das schönste Land, das menschliche Augen je entdeckt haben.» Auch heutzutage kommenTouristen leicht ins Schwärmen.
Die grösste und abwechslungsreichste der Antillen-Inseln bietet nicht nur Salsa, Rum und Zigarren, sondern auch eine interessante Geschichte, die schönste Hauptstadt der Karibik, weisse Sandstrände, unberührte Inseln, Oldtimer aus den Fünfzigerjahren und viele Kuriositäten, die nur in Kuba möglich sind. Doch nicht nur die schönen Landschaften und interessanten Parks ziehen die Touristen nach Kuba. Auch die Revolution hat ihren geschichtlichen Reiz nicht eingebüsst. Heute noch möchten viele auf den Spuren der damaligen Aktivisten wandeln und buchen deshalb eine Reise auf die Karibikinsel.
Von den elf Millionen Einwohnern leben zwei Millionen in der Hauptstadt Havanna, deren Altstadt zum Weltkulturerbe gehört. Jede der 14 Provinzen, in die Kuba aufgeteilt ist, hat ihren eigenen Charakter. Gemeinsam ist ihnen aber eine fantastische Kombination aus geschichts- und kulturreichen Städten, traumhaften Stränden und einer wunderschönen Natur. In einer solchen Umgebung Spanisch zu lernen, macht doppelt Spass und beschert unvergessliche Erlebnisse.
Kulinarisches
Die kubanische Gastronomie ist eine Mischung aus afrikanischer, karibischer und spanischer Küche. Dazu kommt der Einfluss aus dem Karibikraum in Würze und Aroma. Die Grundzutaten vieler Gerichte sind Reis, Bohnen, Yucca, Korn, Banane und Schwein sowie eine reiche Vielfalt an tropischen Früchten. Das kubanische Nationalgericht heisst «Morros y cristianos» und besteht aus schwarzen Bohnen mit Reis.
Alkoholische Getränke werden oft mit Rum zubereitet, so z.B. der Mojito und der Daiquiri, die beide durch Ernest Hemingway bekannt wurden: «My mojito in La Bodeguita, my daiquiri in El Floridita», pflegte der Schriftsteller zu sagen und genoss die Drinks in der jeweiligen Bar.
Kultur
Die Musik und der Tanz sind die bedeutungsvollsten Bestandteile des Lebens auf der Karibikinsel. Alle grossen Tänze Lateinamerikas haben ihre Wurzeln auf der Zuckerinsel, wo die Tradition liebevoll fortgeführt wird. Viele der Rhythmen und Tänze entstanden aus den von den Sklaven mitgebrachten kultischen Bräuchen, ihrer Musik und ihren Instrumenten. Einem breiten Publikum bekannt sind die Band «Buena Vista Social Club» und der gleichnamige Film.
Auch die Literatur ist ein wichtiger Bestandteil der Insel und gewährt Einsichten in die karibische Denkweise. Wöchentlich treffen sich Literaturbegeisterte aus allen Berufsgruppen in ihren örtlichen Kulturhäusern, um sich gegenseitig ihre Werke vorzutragen und anschliessend darüber zu diskutieren. Der bekannte Schriftsteller Ernest Hemingway lebte zwanzig Jahre lang auf Kuba. Sein ehemaliges Wohnhaus ist heute ein Museum.
Geografie
Kuba ist die grösste der über tausend Karibischen Inseln. Das Land liegt etwas südlich des nördlichen Wendekreises. Die Fläche des Archipels umfasst auch die Isla de Pinos und Isla de la Juventud. Im Gegensatz zu anderen Inseln wird die Oberfläche Kubas von weiten Tiefebenen charakterisiert, nur unterbrochen von vier Gebirgszügen.
Im Nordwesten hat Kuba einen Anteil am Golf von Mexiko, während die gesamte nördliche Küste am Atlantik liegt. An der Karibik befindet sich die südliche Küste. Die Nordküste ist zum grossen Teil felsig, durch die beständige Hebung der Insel findet man auch Steilküsten. Die Südküste mit Sandstränden, Mangroven und Sümpfen ist jedoch relativ flach.
Der grösste Teil der Landesfläche sind relativ eintönige Ebenen mit einer Höhe von bis zu etwa 100 Metern. Wo fruchtbare Böden es zulassen, wird üblicherweise grossflächig Zuckerrohr angebaut. Die unfruchtbaren Böden werden seit Jahrzehnten als Weideflächen genutzt.
Die landschaftlichen Gegebenheiten sowie das kulturelle Angebot in Kuba bieten reichhaltige Möglichkeiten zur
Freizeitgestaltung. Schlendern Sie durch die kubanischen Städte und geniessen Sie das karibische Lebensgefühl, das Ihnen an jeder Ecke begegnet. Es warten zahlreiche Museen und kulturelle Attraktionen darauf, entdeckt zu werden. Entspannen Sie sich an einem der wunderschönen Strände, unternehmen Sie einen Ausflug in die Natur oder lassen Sie sich in einem der vielen Restaurants kulinarisch verwöhnen.
Die politische Lage auf Kuba kann als stabil bezeichnet werden. Aktuelle Informationen erhalten Sie unter www.eda.admin.ch.
Zahlungsmittel
Der kubanische Peso ist die nationale Währung. Der US-Dollar wird seit November 2004 nicht mehr als Barzahlungsmittel auf Kuba akzeptiert. Die Währung, die alle Geschäfte annehmen, ist der Peso Convertible (CUC). Der aktuelle Umrechnungskurs ist 1 CUC = 0.70 EUR (Stand Juli 11). Beim Umtausch von US-Dollar in Peso Convertible wird eine 10%-ige Gebühr erhoben, welche beim Umtausch von anderen Währungen (z.B. Euro, Schweizer Franken etc.) nicht anfällt.
Der CUC kann in den Banken, Hotelrezeptionen und Wechselstuben («Cadeca») problemlos getauscht oder per Kreditkarte abgehoben werden. Der Peso Convertible gilt als Zahlungsmittel im baren Zahlungsverkehr für die kubanische Bevölkerung genauso wie für ausländische Besucher in Läden, Hotels, Restaurants, Bars, Cafeterias, Taxis, beim Mietwagenverleih sowie in jeder anderen Unternehmung, die bisher US-Dollar als Barzahlungsmittel angenommen hat.
In den Urlaubsorten (Varadero, Jardnes del Rey und die nördliche Strandregion Holguín) kann man auch in Euro bezahlen. Die geläufigsten internationalen Kreditkarten (sofern sie nicht von US-amerikanischen Banken oder Tochtergesellschaften US-amerikanischer Institute ausgestellt wurden) werden in den Touristikzentren als Zahlungsmittel akzeptiert. Zusätzlich zu Kreditkarten und Bargeld kann man Reiseschecks (ausser Amercan Express) mitnehmen und vor Ort wechseln.
Bitte wechseln Sie das Geld ausschliesslich in offiziellen Wechselstuben oder im Hotel, um Trickbetrügern und Diebstahl vorzubeugen.
Lebensfreude und Badevergnügen
Überall auf der Insel wird man gastfreundlich empfangen und von der Lebensfreude der Kubaner richtiggehend angesteckt. Sofort werden Kontake geknüpft, Fragen gestellt und Einladungen ausgesprochen.
Bei jeder sich bietenden Gelegenheit tanzen die Kubaner leidenschaftlich Salsa, Rumba oder Cha-Cha-Cha. Zu den wichtigsten touristischen Faktoren gehört sicherlich das tropische Badeparadies mit seinen über 300 Bilderbuch-Sandstränden. Die Varadero-Strände im Norden der Insel stehen auf der Beliebtheitsskala ganz oben. Hier vergnügen sich zahlreiche Wassersportler, oder man entspannt sich beim wohlverdienten Sonnenbad.
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