Bolivien

Umgeben von Peru, Paraguay, Argentinien, Brasilien, Chile und entlang der Anden gelegen, ist Bolivien bekannt unter dem Namen "Tibet Südamerikas". Dies, weil Bolivien das am höchsten gelegene und durch die Anden das isolierteste Land Südamerikas ist. Seine Fläche ist etwa doppelt so gross wie Spanien und das Land erstreckt sich von schneebedeckten Bergspitzen auf 7'000 Metern Höhe bis zu Dschungelwäldern am Amazonas. Bolivien wurde im Jahre 1880 zum Binnenland, als es seine Küstengebiete im Pazifischen Krieg an Chile verlor. Nur der Titicacasee, der höchste befahrbare See der Welt, kann diesen Verlust etwas wettmachen. Bolivien hat sehr viel zu bieten. Nur schon die verschiedenen Klimazonen verleihen dem Land Vielfalt. Besuchen Sie Potosi, eine der bekanntesten Silberbergwerkstädte der Welt, den Salzsee "Salar Uyuni", erklimmen Sie einen der vielen Vulkane oder unternehmen Sie einen Ausflug in den Regenwald.

Bolivianer essen gerne und viel zu Mittag. Gerichte werden in erster Linie mit Reis, Kartoffeln oder Quinoa, einer Getreidesorte die in den Anden wächst, zubereitet. Sehr zu empfehlen sind die reichhaltigen Suppen und Eintöpfe. Zum z‘Vieri wird auch viel gegessen, z.Bsp. Saltñas, so genannte Teigtaschen mit Rindfleisch oder Hühnerfleischfüllung. Chicha ist eine Art Bier auf der Basis von Mais.

Tanz – Die Bolivianer tanzen für ihr Leben gern. Bei Festen wird auch häufig auf der Strasse getanzt.
Musik – Die Folkloremusik wird bestimmt durch Panflöte und das Charango, ein Saiteninstrument. Bolivianer singen auch gerne und kleine Buben tun dies z.Bsp. in Überlandbussen um so etwas Geld zu verdienen. Bolivien ist bekannt für Ponchos, Pullover, Mützen und Handschuhe aus Alpakawolle, Schmuck, Ton- und Holzhandwerke und allgemein farbigen Textilien.
Bolivianer feiern gerne farbenfroh: Karneval, Bergarbeiterfest, Musikfestivals, Studentenfest, Fest des Rosenkranzes,… Die meisten Feste finden jedoch zu Ehren von Pachamama statt.

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1538 wurde das Gebiet des heutigen Boliviens von den Spaniern erobert. Erst 1776 wird das damals noch Alto Perú genannte Land von Peru losgelöst. Es folgen Freiheitskämpfe und Konflikte mit Nachbarländern. 1825 wird Alto Perú durch den Freiheitskämpfer Simon Bolivar von der spanischen Herrschaft befreit, wird sogleich der 1. Präsident des Landes und erklärt die Republik Bolivien als unabhängig. Bald darauf wird dieser aber ins Exil geschickt.
1836 kämpfen Peru und Bolivien gemeinsam gegen Chile und verlieren den Kampf schlussendlich.
Es folgen Misswirtschaft, Klientelwesen und Korruption.
1879 führt ein Grenzkonflikt mit Chile zum Salpeterkrieg. Hier verliert Bolivien seine Küstenprovinz an Chile und wird dadurch ein Binnenstaat ohne Anschluss ans Meer was zu einem nationalen Trauma Boliviens wird. Chile verpflichtet sich im Gegenzug eine Eisenbahnstrecke bis La Paz zu bauen um Bolivien den freien Zugang zum Pazifik zu ermöglichen.
Bei weiteren Grenzkriegen verliert Bolivien auch Land an Brasilien und Paraguay.
Ende 1960er entstehen im verarmten Hochland Guerillagruppe, die Unterstützung durch den Kubanischen Revolutionär Che Guevara erhielten. Es gelang den Kubanern aber nicht, die verarmten Bauern auf ihre Seite zu bringen. Der Versuch, die Revolution in Bolivien durchzusetzen, scheiterte.
Heutiger Präsident ist Evo Morales. Er ist der erste Indígena in diesem Amt.

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